Neuraltherapie

Die Neuraltherapie ist ein Verfahren, bei dem durch gezielte Anwendung eines Lokalanästhetikums das vegetative Nervensystem beeinflusst wird.

Entwicklung

  • 1925 von von den Ärzten Ferdinand und Walter Huneke entwickelt

  • Versehentliche Injektion von Atofanyl (procainhaltiges Antirheumatikum) i.v. statt i.m.

  • Sofortige und bleibende Heilwirkung bei chronischer Migräne

  • In zweijähriger Forschung wurde die sog. Segmenttherapie entwickelt

  • 1940 Behandlung einer Frau mit Migräne und Schultergelenksschmerzen an einer Wunde am Bein mit plötzlicher Besserung der Schulterschmerzen

  • Entwicklung der Störfeldtheorie

  • Verschiedene Therapieverfahren

  • Weiterentwicklung der Neuraltherapie für die Veterinärmedizin von Andreas Zohmann und Markus Kasper

Therapeutische Lokalanästhesie (TLA)

Bei der therapeutischen Lokalanästhesie werden gereizte Nervenwurzeln mit einem Lokalanästhetikum infiltriert.

Häufige Lokalisationen

  • Bereich der Lendenwirbelsäule

  • Sakralanästhesie

  • Peridualanästhesie

Reischauer Blockade

Indikationen

  • Starke Ischiasreizungen

Sympathikusblockade

Indikationen

  • Störungen der lokalen Durchblutung

Funktionelle Neuraltherapie

Bei der Funktionellen Neuraltherapie sind an der Körpervorderseite subkutan Punkte definiert, die mit inneren Organen in Verbindung stehen. Bei Erkrankungen dieser Organe sind auch diese Punkte druckschmerzhaft und als Knötchen tastbar. Durch Injektion eines Lokalanästhetikums in diese Punkte wird die Übermittlung der Schmerzsignale unterbrochen.

Info

Die Angaben dienen nicht der Behandlung durch Laien. Diagnose, Therapie und Medikation müssen zum Wohle des Patienten immer mit einem Fachmenschen (also einem ausgebildeten und geprüften Tierheilpraktiker oder einem Tierarzt) abgestimmt werden! Unsachgemäße Behandlung kann schwere Folgen haben und sogar zum Tod des Patienten führen.